Fragen? Antworten! +49 261 500 89 580
E-Mail: info@hoehenpass.de
Abseilgerät

LEXIKON ABSTURZSICHERUNG UND ARBEITSSICHERHEIT

a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z

Die Unterscheidung von Abseilgeräten:

Abseilgeräte kommen sowohl im Klettersport als auch in der Industrie, bei Arbeiten in absturzgefährdeten Bereichen oder in der Höhenrettung zum Einsatz. Die unterschiedlichen Geräte können sowohl zum Abseilen, als auch zum generellen Sichern verwendet werden. In der Welt der Abseilgeräte unterscheidet man zwischen den folgenden zwei Ausführungen:

Manuelle Bremsgeräte nach DIN EN 15151-2

Zu den manuellen Bremsgeräten gehören Tuber und Abseilachter. Diese stoppen das Seil nur durch die eigene Bremskraft der Hand. Einige Varianten haben unterstützende Funktionen zur Verstärkung der eigenen Bremskraft. 

Zu beachten ist, dass die manuellen Geräte im Arbeitseinsatz nur verwendet werden dürfen, wenn keine Selbstblockierung gefordert ist. Wir empfehlen immer eine Hintersicherung mit einem Prusik für nicht geübte Anwender. 

Sicherungsgeräte mit manuell unterstützter Verriegelung nach DIN EN 15151-1 

Diese Sicherungsgeräte mit unterstützender Verriegelung sorgen dafür, dass bei einer ruckartigen Belastung z. B. bei einem Sturz ins Seil, das Seil automatisch festklemmt und somit blockiert wird. Dabei ist keine zusätzlich Handkraft nötig. 

Trotzdem ist es unbedingt notwendig als sichernde Person aufmerksam zu bleiben, denn bei einem langsamen, nicht ruckartigen Seildurchlauf kommt es zu keiner Verriegelung. Die oberste Regel ist daher: Die Bremshand wird nie vom Seil genommen! Das blockierte Seil kann dann mittels einem Ablasshebel – abhängig je nach Gerät – wieder freigegeben werden. 

Besondere Anforderungen für die Höhenrettung

In der Höhenrettung werden an Abseilgeräte besondere Anforderungen gestellt. Die DIN EN 341 erfüllenden Geräte werden in die Klassen A bis D, je nach Höchstbelastung, eingeteilt. Beispielsweise werden Geräte der Klasse A mit 7,5 Megajoule geprüft. Das wiederum entspricht 75 Abseilvorgängen einer Masse von 100 kg aus einer Höhe von 100 m. Außerdem müssen die Geräte 14 Stunden unter Volllast betrieben werden können.