Fragen? Antworten! +49 261 500 89 580
E-Mail: info@hoehenpass.de
WAS TUN GEGEN DEN EICHENPROZESSIONSSPINNER?

DIE GIFTIGE RAUPE DES EICHENPROZESSIONSSPINNERS IST EINE DROHENDE GEFAHR FÜR MENSCH UND NATUR

Wenn im Frühsommer die Raupen der Eichenprozessionsspinne (EPS) aktiv wird, ist Vorsicht geboten. Zum Einen verursachen sie beim Menschen juckende, allergische Hautausschläge und zum Anderen ist die gefräßige Raupe auch eine Bedrohung für die Eichen. Denn die Raupe ernährt sich von den Blättern des Baumes.
Um gesundheitliche Probleme für den Menschen zu verhindern, werden die Raupen und ihre Gespinste an stark frequentierten Stellen entfernt und bekämpft.

WO SIND DIE RAUPEN ZU FINDEN?

Zu finden sind Eichenprozessionsspinner in Deutschland ausschließlich in Trauben-, Stiel- und Roteichen. Betroffen sind beispielsweise einige Eichen in der Region in und um Koblenz. In der Herbstzeit beginnen die Weibchen ihre Eier an sonnige Äste der Krone zu legen. Da die Raupen noch im selben Jahr schlüpfen, müssen sie am Ast überwintern bis im Frühjahr der Blatttrieb beginnt. Aufgrund ihrer besonderen Art der Nahrungsbeschaffung – die Raupen wandern nachts gruppenweise in Prozessionen den Stamm hoch und runter – hat die Raupe ihren Namen erhalten. Erst ab dem dritten Larvenstadium bilden sich die gefährlichen Brennhaare der Insekten, die zum Schutz vor Fressfeinden dienen. Ab dem fünften Stadium der Larve legen sie ihre charakteristischen Gespinste (fünf bis zehn Meter lang) an die Bäume.

WAS IST BEI DER ENTFERNUNG ZU BEACHTEN?

Diese Nester sind nicht ungefährlich, vor allem gibt es bei der Entfernung einiges zu beachten. Die Brennhaare brechen schon bei leichtem Wind ab und verteilen sich rasch im Umkreis auf Bäumen und Sträuchern. Ebenso sind die Nester voller gefährlicher Haare, die nur mithilfe eines Schutzanzuges entfernt werden sollten. Die Entfernung eines Nestes sollte jedenfalls nur von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden.
Allergische Reaktionen wie Hautausschlag, Augenreizungen, Fieber und Schwindel werden durch das Eiweißgift Thaumetopoein verursacht. In manchen Fällen führt das Gift sogar zu Asthma oder Bronchitis, wenn die Haare in die Atemwege gelangen. Je häufiger man mit dem Gift in Kontakt kommt, desto schlimmer fällt die Reaktion aus. In jedem Fall ist beim Kontakt mit den Brennhaaren sofort ein Arzt aufzusuchen.

WELCHE FOLGEN HAT DER EICHENPROZESSIONSSPINNER FÜR DIE BÄUME?

Ebenso schädlich wie für den Menschen ist der Eichenprozessionsspinner für die Eiche selbst. Bei starkem Befall kann sogar ein kompletter Kahlfraß verursacht werden. Zumindest aber fressen die Raupen einen Großteil des Blattbestandes ab. Bei einem einmaligen Befall geht noch kein Schaden für die betroffene Eiche hervor. Wiederholt sich der Befall jedoch über mehrere Jahre wird der Baum krank und anfällig für sekundäre Erreger wie Frostspanner, Eichenprachtkäfer oder Eichenmehltau.
Verwechslungsgefahr besteht mit der Raupe der Traubenkirschen-Gespinstmotte, die für den Menschen ungefährlich ist. Sie spannen ebenfalls Nester, oftmals über den gesamten Baum. Zu unterscheiden sind vor allem die Raupen. Während Eichenprozessionsspinner dunkel sind und lange Haare haben, sind Raupen der Gespinstmottte gelblich-weiß, haarlos und besitzen schwarze Punkte.

ALLES ZUR BAUMPFLEGE FINDEN SIE BEI HöHENPASS

Bei Befall Ihrer Eiche helfen Ihnen die HöHENPASS-Experten. Ausgebildete Baumpfleger kümmern sich um die fachgerechte Entfernung der Nester und beseitigen somit die Gefahr für Mensch und Natur. Nicht nur in und um Koblenz, sondern Deutschlandweit.