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Sturzfaktor: Wichtig oder nur so eine Zahl?

Was ist eigentlich dieser Sturzfaktor?

Der Sturzfaktor, umgangssprachlich auch Fallfaktor genannt, ist eine sehr wichtige Angabe, die jeder Anwender beachten sollte. 
Der Sturzfaktor ist das Verhältnis zwischen Fallhöhe und Verbindungsmittellänge. Grundsätzlich kann der Anwender nicht mehr als die doppelte Länge des Verbindungsmittels zwischen Auffanggurt und Anschlagpunkt fallen, bevor man in das Auffangsystem fällt. Der maximale Fallfaktor beträgt daher 2. Bei Fallfaktor 2 treten dann auch die größten Belastungen auf den Körper der stürzenden Person ein, weswegen dieser möglichst gemieden werden sollte. Der optimale Fallfaktor ist 0. Wir bewegen uns also in der Industrie meistens von 0 bis 2. 


Sturzfaktor 2, 1 oder 0?

Das bedeutet, wenn der Anschlagpunkt (AP) über Kopf ist, geht der Sturzfaktor Richtung 0. Ist der AP auf gleicher Höhe zur Auffangöse spricht man von dem Sturzfaktor 1, weil die Fallhöhe und die Verbindungslänge gleich sind. Wird jetzt der AP überstiegen kann sich der Fallfaktor von 1 bis auf 2 erhöhen. Hier entwickeln sich bei einem Sturz die höchsten Kräfte, die auf das gesamte Auffangsystem wirken und somit auch auf den Körper des Anwenders. In Europa werden z.B. Falldämpfer mit Sturzfaktor 2 getestet (4 m Fallhöhe bei 2 m Verbindungslänge). Dabei muss der Falldämpfer dann die Fangstoßkraft auf unter 6kN halten und darf dabei nicht über 1,75 m aufreißen. 


Fazit:

Am besten immer Anschlagpunkte über Kopf suchen und den sturz- / Fallfaktor zu gering wie möglich halten. Dadurch wirken geringer Kräfte auf das Auffangsystem und es werden schlimmere Verletzungen verhindert.